Assessment-Center erfolgreich bestehen

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Postkorbübung im Assessment-Center

Postkorbübung für’s Assessment-Center effektiv trainieren!

Indem Sie Postkorbaufgaben vor Ihrem Assessment-Center ein- bis zweimal üben, werden Sie eine gewisse Routine erlangen, die Ihnen dabei hilft, die Postkorbübung im realen Assessment-Center zielgerichteter und schneller zu bearbeiten. Wichtig ist dabei, in etwa den Schwierigkeitsgrad eines echten Assessment-Centers zu treffen. Das ist bei Übungen, die im Netz kursieren in aller Regel nicht der Fall, denn diese sind meistens zu trivial und vom Schwierigkeitsgrad her mit einer Postkorbübung eines echten Assessment-Centers kaum vergleichbar. Daher empfehle ich Ihnen mit professionell erstellten Aufgaben zu arbeiten, wie beispielsweise die beiden Postkörbe mit Musterlösung, die im Begleitmaterial meines Buches »Assessment-Center erfolgreich bestehen« enthalten sind. Hierbei handelt es sich um eine 29-seitige und um eine 44-seitige Postkorbübung.

Und jetzt ein ganz wichtiger Tipp, mit dem Sie den Trainingseffekt deutlich erhöhen, und den nur die wenigsten kennen. Wie läuft das ab, wenn Sie so eine Postkorbaufgabe üben? In der Aufgabenstellung ist eine bestimmte Bearbeitungszeit – zum Beispiel 50 Minuten – vorgegeben, so dass man die Aufgabe unter realen Prüfungsbedingungen bearbeiten kann. Es ist davon auszugehen, dass bei einer Postkorbübung die Zeitvorgabe immer recht knapp bemessen ist. Und sofern man nicht der absolute Postkorbcrack und Überflieger ist, ist die Aufgabe in der vorgegebenen Zeit nur ganz schwer komplett lösbar. Und das ist im Assessment-Center genau so beabsichtigt, nämlich dass Zeitlimits bewusst extrem sportlich gesetzt sind. Wie gehen nun die meisten beim Üben so einer Aufgabe typischerweise vor? Man stellt sich einen Timer auf 50 Minuten und legt mit der Bearbeitung los. Und wenn die Zeit abgelaufen ist, bricht man die Übung ab, denn das sind ja die Prüfungsbedingungen. Und was macht man logischerweise danach? Man schaut sich die Musterlösung an und gleicht diese mit den eigenen Ausarbeitungen ab, um zu sehen, wo man steht. Auch wenn diese Vorgehensweise ganz weit verbreitet ist, handelt es sich dabei nicht um die effektivste Art Postkorbübungen zu trainieren.

Und nun der Tipp mit dem Sie Ihre Trainingseffizienz deutlich erhöhen:
Halten Sie zum Üben der Postkorbaufgabe zwei unterschiedlich farbige Stifte bereit, zum Beispiel einen blauen und einen grünen. Bearbeiten Sie die Aufgabe nun zunächst unter Einhaltung der exakten Zeitvorgabe und nutzen Sie dazu den blauen Stift. Wenn die Bearbeitungszeit – also in unserem Fall die 50 Minuten – abgelaufen ist, ist davon auszugehen, dass die Aufgabe noch nicht vollständig gelöst ist. Bringen Sie dann die Aufgabe mit dem grünen Stift zu Ende und stoppen Sie die zusätzliche Zeit, um zu ermitteln, wie lange Sie tatsächlich noch brauchen, um die Aufgabe komplett abzuschließen. Diese Vorgehensweise ermöglicht Ihnen, die Postkorbübung inhaltlich vollständig zu Ende zu bearbeiten, um bestimmte Zusammenhänge und Details besser zu verstehen. Und anhand der zweiten Schriftfarbe können Sie nachher dennoch exakt auswerten, wie weit Sie unter Prüfungsbedingungen in der vorgegebenen Bearbeitungszeit gekommen sind. Das ist die effektivste Möglichkeit Postkorbaufgaben zu trainieren.

▬ Weiterführende Links ▬▬▬▬▬▬▬▬▬▬▬▬

► Assessment-Center-Buch inkl. 2 Postkorbaufgaben mit Musterlösung
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Fallstudie im Assessment-Center

Fallstudie / Case-Study im Assessment-Center

Was genau verbirgt sich hinter dem Assessment-Center-Modul Fallstudie bzw. Case-Study?
Die 7 wichtigsten Tipps zur Lösung!

Bei einer typischen Assessment-Center-Fallstudie erhält der Kandidat umfangreiche schriftliche Unterlagen. In diesen Ausgangsinformationen zur Fallstudie ist die Situation eines Unternehmens, das vor einer bestimmten Herausforderung steht, geschildert. Ihre Aufgabe besteht darin, eine Strategie zu entwickeln, ein Lösungskonzept zu erstellen oder eine knifflige Entscheidung zu treffen. In der knapp bemessenen Bearbeitungszeit gilt es zunächst die Ausgangsinformationen der Fallstudie zu durchdringen und das Problem zu analysieren.  In der Regel muss das Ergebnis als Präsentation aufbereitet und einem skeptischen Gremium von Entscheidungsträgern vorgestellt werden. Im Anschluss ist mit kritischen Rückfragen der Beobachter zu rechnen.

Themenspektrum bei Fallstudien:

Assessment-Center-Fallstudien zielen häufig auf eines der folgenden Themen ab:

  • Aufbau- oder Ablauforganisation
  • Marketing/Vertrieb
  • Personalplanung/-entwicklung
  • Restrukturierung
  • Kostenreduktion
  • Investitionsvorhaben
  • Unternehmens-/Bereichs-/Abteilungsstrategie

In bereichsübergreifenden internen Assessment-Centern, bei denen es um die Eignung für eine bestimmte Hierarchieebene geht, wird das Thema so gewählt, dass für Kandidaten aus den unterschiedlichsten Fachabteilungen Chancengleichheit gewährleistet ist. Um für einen einheitlichen Schwierigkeitsgrad zu sorgen, verwenden manchen Veranstalter deshalb sogar unternehmens- oder branchenfremde Fälle. Bei einem Auswahl-Assessment-Center mit dem Ziel, den geeignetsten Bewerber für eine ganz bestimmte Stelle zu ermitteln, verhält es sich dagegen genau umgekehrt. Hier sind gerade Themen mit großem Unternehmens- und Branchenbezug sehr gut zur Einschätzung der fachlichen Qualifikation geeignet.

Beispiel 1 – Branchenfremde Fallstudie / Case-Study im Rahmen eines internen Assessment-Centers:

Führungskräfte eines namhaften Kreditinstituts mussten eine Fallstudie aus dem Touristikbereich lösen. In der Rolle des Geschäftsführers eines Reiseveranstalters war gefordert, ein neues Konzept zum Ausbau der eigenen Marktposition zu entwickeln.

Beispiel 2 – Unternehmens- und fachspezifische Fallstudie / Case-Study in einem Assessment-Center zur externen Bewerberauswahl:

Bewerber für eine Traineestelle im Marketingbereich in der Konsumgüterindustrie erhielten eine Fallstudie, die auf realen Unternehmensdaten basierte. Die Teilnehmer sollten aus fünf neuen Produkten des Hauses das ihnen am aussichtsreichsten erscheinende auswählen. Für dieses Produkt musste nun ein komplettes Marketingkonzept erstellt und anschließend präsentiert werden.


Folgende Kriterien können bei der Fallstudie im Assessment-Center bewertet werden:

  • analytische Fähigkeiten
  • Problemlösungskompetenz
  • konzeptionelle Fähigkeiten
  • strategisches-/ganzheitliches Denken
  • Entscheidungsvermögen
  • Ergebnisorientierung
  • Kreativität

Autor Johannes Stärk

Johannes Stärk:

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Umfang der Fallstudie:

Der Umfang der Ausgangsinformationen kann sehr stark varieren. „Schlanke“ Fallstudien, die sich auf eine oder wenige Seiten beschränken, sind dabei eher die Ausnahme. Häufig wird bei der Fallstudie im Assessment-Center gezielt mit einem „Informations-Overload“ gearbeitet. Eine Fallstudie kann dann durchaus 30, 40 oder 50 Seiten Material umfassen. Im Extremfall können die Unterlagen sogar einen kompletten Aktenordner – mit ca. 250 Seiten – füllen. Dieses Beispiel ist mir aus dem Führungskräfte-AC eines großen Handelskonzerns bekannt. Bei Fallstudien, die mit einem didaktischen Hintergrund eingesetzt werden – beispielsweise im Rahmen eines Studiums oder einer Ausbildung – sind die Informationen meist gut strukturiert. Gerade dies sollten Sie bei einer Assessment-Center-Fallstudie nicht erwarten. Um den Schwierigkeitsgrad zu erhöhen, wird das Material meist eben nicht mundgerecht serviert. Die Unterlagen sind häufig unübersichtlich aufbereitet und enthalten möglicherweise auch eine Reihe überflüssiger Informationen.

Fallstudie / Casestudy im Assessment-Center

Impression aus unserem Assessment-Center-Fallstudien-Training – © by Johannes Stärk


Bearbeitungszeit für die Fallstudie:

Im Durchschnitt wird für die meisten Fallstudien eine Bearbeitungszeit zwischen 30 und 60 Minuten zur Verfügung gestellt. Die Zeit für die Vorbereitung einer Präsentation ist darin oft schon enthalten – dies sollte jedoch aus dem Arbeitsauftrag hervorgehen. Gelegentlich kommen sehr umfangreiche, mehrstündige Aufgaben zum Einsatz. Es gibt auch Fallstudien, die sich über die gesamte Laufzeit eines Assessment-Centers erstrecken. Der Kandidat arbeitet dann an der Fallstudie, wenn für ihn Leerlaufphasen eintreten und er nicht gerade in andere Übungen eingebunden ist.

Bei der klassischen Fallstudie handelt es sich um eine typische Einzelaufgabe, bei der jeder auf sich alleine gestellt ist. In einigen Assessment-Centern finden jedoch auch sogenannte Gruppenfallstudien statt. Selbst wenn solche Aufgaben unter dem Arbeitstitel „Fallstudie“ laufen, so passen sie vom Aufbau her eher in die Kategorie „Gruppendiskussion“.


Die 7 wichtigsten Tipps für die Bewältigung der Fallstudie:

  • Bevor Sie irgendetwas anderes tun: Lesen Sie zu allererst den konkreten Arbeitsauftrag bzw. die konkrete Fragestellung.
  • Sichten Sie umfangreiche Fallunterlagen im Schnelldurchgang, und selektieren Sie die Unterlagen danach, ob diese für die Bearbeitung nützliche Informationen enthalten oder nicht. Sortieren Sie nicht zielführende Materialen auf einen separaten „Ballast-Stapel“ aus.
  • Zeigen Sie bei der Bearbeitung Mut zur Lücke, ein hoher Perfektionsanspruch ist eher hinderlich.
  • Die einzig richtige Musterlösung gibt es oft nicht. Achten Sie deshalb auf die Plausibilität Ihres Lösungsweges und die Stichhaltigkeit Ihrer Argumentation.
  • Bereiten Sie Ihre Fallpräsentation ansprechend und gut nachvollziehbar auf und planen Sie genügend Zeit für die Anfertigung Ihrer Präsentationsmedien ein. Der Aufwand dafür wird oft unterschätzt.
  • Stehen Sie zu Ihrem Ergebnis und präsentieren Sie dieses mit voller Überzeugung.
  • Üben Sie vor Ihrem Assessment-Center sowohl die Fallbearbeitung als auch die Ergebnispräsentation einige Male anhand unterschiedlicher Fallstudien. Dadurch werden Sie eine gewisse Bearbeitungs-Routine erlangen, die Ihnen dabei hilft, eine Fallstudie im realen Assessment-Center schneller und sicherer zu lösen.

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